Der Bund – Shanghai der 30er

shanghai304Gegenüber der neuen, mächtigen Skyline von Shanghai, auf der anderen Seite des Huangpu Jiang, liegt der Bund. Hier kann man das koloniale Shanghai des frühen 20ten Jahrhunderts nacherleben. „Bund“ ist ein altes Hindu-Wort für Damm – merken fürs nächste Kreuzworträtsel.

Den Damm entlang stehen die alten Handelssitze der Engländer und Franzosen, die Wall-Street der 1930er Jahre. Wie beim New Yorker Original, findet man sogar einen brüllenden Bronze-Bullen.

shanghai303Eines davon ist das Astor House Hotel, indem schon Albert Einstein geschlafen hat. Dort war zwischen 1990 bis 98 die Shanghaier Börse untergebracht. Die meisten der historischen Gebäude werden heute als Hotels und Restaurants genutzt. Einige sind noch immer von Banken besetzt, wie der Sitz der Bank of China von 1936.

Die Chinesen lieben Hochzeitsfotos. Der Bund bietet eine tolle Kulisse dafür. Daher haben wir allein auf unserer Tour vier Hochzeitspaare samt Fotografen-Trott getroffen.

shanghai302Einer der Hochzeitsgäste, der Deutsch sprechen konnte, sagte es handle sich um eine Chinesisch-Japanische Hochzeit. Das Paar hätte sich schon in der ganzen Stadt fotografieren lassen. Der Bund darf aber in keiner Bilderserie fehlen. Die Party sollte dann aber doch wieder im neuen Shanghai stattfinden: im Park Hyatt, dem höchst gelegenen Hotel der Welt im Shanghai World Financial Center.

Der Bund, mit seinen alten Hochhäusern und stolzen Fassaden der 30er Jahre, hat ein bisschen was von New York. Und die Innenräume der Hotels haben (auch wenn mir der tatsächliche Vergleich fehlt) nichts von ihrer Eleganz eingebüßt. Im Shanghai Club von 1911 war Chinesen der Zutritt damals verweigert. Es war den englischen Gentlemen vorbehalten. Heute kommen die meisten Gäste aus China.

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