In der Verbotenen Stadt

peking1500 Jahre lang durfte man sie nicht betreten, Zuwiderhandeln wurde mit dem Tod bestraft, heute haben wir sie besichtigt – die Verbotene Stadt. Der riesige Komplex wird von einem Wassergraben umschlossen.

Hinter den hohen Mauern warten große Hallen, die leider nicht beheizen sind. Der Audioguide mit deutscher Sprachausgabe (wenn auch mit chinesischem Akzent) hat mir dabei geholfen mir vorstellen zu könne, wie die mächtigen Kaiser hier früher gelebt haben. Ein Gebäude dient nur dazu, sich vor großen Empfängen schick zu machen, viele andere sind die Gemächer der Konkubinen.

peking4Die Frauen des Kaisers hatten so viele Zimmer, dass man meinen könnte die Verbotene Stadt ist so etwas wie die Playboy-Mansion des antiken Chinas.

Der Audio-Guide war mir schon deshalb sympathisch, weil er – wie ich – Orientierungsprobleme hatte. Bei dem Wirrwarr von Hallen und Gängen kann ich es dem GPS-gesteuerten Gerät gut verzeihen. Auch wenn die Probleme dazu geführt haben, dass ich etwas über eine Ausstellung zum Leben der Konkubinen erzählt bekommen habe, während ich in einem Raum voller Bronze-Glocken stand.

Das Zentrum und gleichzeitig größtes Gebäude der Verbotenen Stadt ist die Halle der Höchsten Harmonie. Hier steht auch der Thron der Kaisers. Gleichzeitig ist sie das Motiv, das man aus dem Fernsehen oder von Fotos kennt.

peking2Die Verbotene Stadt wird heute als Museumskomplex bezeichnet und beherbergt auch mehrere Ausstellungen, dir nicht zwangsläufig mit der Anlage an sich zusammenhängen müssen. In der Halle der Uhren konnten wir eine beeindruckende Sammlung alter Zeitmesser sehen, Geschenke ausländischer Gäste und Uhren aus China. Die meisten Uhren kamen aus London, manche sehen aus als hätten sie Big Ben als Vorbild. Andere Uhren sind sie aufwändig verziert, dass man es schwer ist den Zeiger zu finden. Sinn verfehlt, könnte man das nennen. Oder Kunst.

Auf dem hier mit eingebundenen Bild gucke ich übrigens deshalb nur semi-begeistert, weil es bitter kalt war. Eigentlich müsste ich begeistert schauen. Denn die Verbotene Stadt hätte allen Anlass dazu gegeben.

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