Piraten!

Die Hotels und Restaurants in Chongqing buhlen um die Gunst der Gäste wie überall auf der Welt. Hier greifen die Chefs allerdings besonders tief in die Trickkiste. Von Piraten über Schluchten wie aus einem Indiana-Jones Film, bis hin zu furchteinflößensten Stäbchen-Konstruktionen – es wird einiges geboten.

In Yuzhong ragt ein Piratenschiff über eine Klippe in Richtung des Yantze, einem der beiden größten Flüsse  der Stadt. Zusammen mit dem Jialing bildet er die Mittelinsel, auf dem sich der Yuzhong-Distrikt befindet. Dadurch erhält der Stadtmittelpunkt seinen typischen Manhatten-Look.

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Früher führten Seilbahnen über die großen Flüsse. Leider sind sie heute außer Betrieb. Stattdessen werden gigantische Brücken gebaut (so wie die im Hintergrund).

Kunst ist Geschmackssache. Als ich nachts durch die Stadt lief und über mir dieses Monstrum erblickte, machte dieses Gebilde einen furchteinflößenden Eindruck:

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Bei Tageslicht erkennt man, dass es sich dabei um ein Gebäude handelt, indem Büros untergebracht sind.

Da in der Großstadt wenig natürlich Tempel-Idylle herrscht, setzt dieses Hotel auf künstliche Asia-Romantik:

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Tatsächlich findet man auch in Chongqing-City jene Orte, die China so zeigen wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Meistens ist das kein Zufall, sondern eben das Kalkül der Hotels. Nicht nur europäische Gäste, sondern vor allem die Asiaten selbst, fahren darauf ab. Besonders im grauen Stadtbild stechen diese Orte ins Auge.

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